FSJ-Team auf Projektreise in Ruanda

Ein Erfahrungsbericht der Freiwillligen

In der Zeit vom 14. bis 22. September ging es, zur Vorbereitung auf die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ 2018, für das neue Team im Freiwilligen Sozialen Jahr auf Projektreise nach Ruanda:

Gegen fünf Uhr morgens trafen wir uns alle am Flughafen Frankfurt/Main. Wir waren sehr gespannt auf die Woche, die vor uns lag! Nach einem langen Flug kamen wir abends in der Hauptstadt Kigali an, wo wir herzlich von unseren Fahrern und „Reiseleitern“ in Empfang genommen wurden. Der Ausblick über die Stadt mit tausenden Lichtern und Hochhäusern war einfach unglaublich. Kigali ist eine riesige Stadt, die sich über unzählige Hügel erstreckt.

Am nächsten Tag besuchten wir das hochmoderne „Genocide Memorial“, das an den Völkermord im Land im Jahr 1994 erinnert und trafen zum ersten Mal das Team unseres ruandischen Projektpartners „Strive Foundation Rwanda“ in dessen Büro. Der dort neu errichtete „IMANZI Kindergarten“ macht einigen deutschen Kindergärten Konkurrenz! Ab dem nächsten Jahr werden dort ca. 75 Kinder einen Platz finden.

Am Rande der Stadt liegt das Straßenkinderzentrum „Les Enfants de Dieu (EDD)“, das nicht nur Straßenjungen aufnimmt, sondern dem es besonders wichtig ist, die Kinder später wieder in ihre Familien und die Gesellschaft einzugliedern. Das Zentrum beeindruckte uns sehr, nicht zuletzt wegen des dort durchgeführten demokratischen Prinzips: Alle Jungen können Vertreter für die verschiedensten Bereiche aus ihren Reihen wählen, so können sie mitbestimmen und lernen Verantwortung zu übernehmen.

Auf unserer Reise durchs Land stellten wir fest, wie sehr sich die moderne Stadt Kigali von den ländlichen Gebieten unterscheidet. Besonders fiel uns das bei unseren Besuchen der sogenannten Kinderfamilien auf. Für die meisten von uns ist das herausfordernde Leben, das diese Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, führen, wohl unvorstellbar. Gemeinsam nahmen wir an einem Workshop teil und entdeckten neben Unterschieden viele Gemeinsamkeiten zwischen uns. Neben ernsten Gesprächen führten wir auch viele freudige und positive Gespräche. Vor allem konnten wir sehen, was mit finanzieller, psycho-sozialer und technischer Unterstützung für die Familien erreicht werden kann.

Nicht nur die Kinderfamilien, sondern auch die Frauenkooperativen machen dies deutlich. Die Amahoro Kooperative führte uns stolz ihre Fortschritte vor, die sie bei der Fischzucht und der Bewirtschaftung von Feld und Vieh gemacht haben. Die Frauen waren vorher hoch verschuldet und ohne die Hilfe von Strive und Human Help Network (HHN) hätte die Zusammenarbeit der Frauen nicht weitergeführt werden können. Diese Kooperative ist jedoch noch nicht so weit fortgeschritten, wie zum Beispiel die Kooperative in Tumba. Viele dieser Frauen haben einmal auf der Straße gelebt, sind oder waren alleinerziehend und  manche sind zusätzlich erkrankt. Mittlerweile stemmen sie ihre Ziegelbrennerei so gut wie alleine. Uns haben diese Frauen und ihre Schicksale sehr beeindruckt.

Bildung ist wichtig und notwendig. Diese Rückmeldung erhielten wir in vielen Gesprächen. Wie pflanze ich ertragreich an, ohne die Erde unfruchtbar zu machen? Wann pflanze ich was an, um das ganze Jahr über etwas zu Essen zu haben? Und wie schaffe ich es, dass meine Kuh nicht krank wird? Die Jugendlichen erzählten uns, wie sie von dem Erlernten profitieren.

Unser letzter Stopp war das Jugend- und Ausbildungszentrum in Gatenga, es wird derzeit von über 1.000 Kindern und Jugendlichen besucht. Bis zu 110 von ihnen leben im Internat vor Ort und etwa 170 Jugendliche machen dort eine Ausbildung.

Das alles haben wir in nur acht Tagen gesehen. Doch für uns endet die Reise nicht, denn wir werden nun ein Kampagnenjahr lang Schülerinnen und Schüler in unseren Vorträgen mit nach Ruanda nehmen. Uns persönlich hat diese Erfahrung stark bereichert und wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit.

 

Lene & Janis



13

Die Anmeldung

Mit dem Rückmeldebogen melden Sie Ihre ganze Schule, einzelne Jahrgangsstufen oder Klassen für eine Teilnahme an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ an. In welcher Form Ihre Schule teilnimmt, bestimmen Sie selbst – genauso, wann Sie Ihren Aktionstag durchführen.

Tragen Sie bitte alles entsprechend auf dem Rückmeldebogen ein und lassen Sie uns diesen einfach per Email, Fax oder per Post zukommen. Mit dem Rückmeldebogen können Sie auch kostenlos die benötigten Teilnahme- und Kampagnenmaterialien bestellen.

Soziale Netzwerke
Kooperationspartner
Projektpartner

Der Aktion Tagwerk-Newsletter

Kontakt

Bundesbüro Aktion Tagwerk e.V.
Walpodenstr. 10
55116 Mainz

Tel. 0 61 31 / 90 88 100
Fax 0 61 31 / 90 88 200
info(at)aktion-tagwerk.de

Ansprechpartner