13.11.2019

Gabriels Geschichte: „Bildung ist das Beste, das Aktion Tagwerk mir geben konnte“

Während ihrer Reise nach Ruanda trafen die Aktion Tagwerk Referentinnen Katrin und Lea viele verschiedene Menschen, die dank der Tagwerkerinnen und Tagwerker in Deutschland unterstützt werden können oder konnten. Einer von ihnen ist Gabriel.

Im Jahr 2006 war Gabriel 15 Jahre alt und in einer schlimmen Lage. Er hatte beide Eltern verloren, und seine ältere Schwester, bei der er gelebt hatte, heiratete und zog weg. Er war vollkommen auf sich alleine gestellt, und nicht nur das: gleichzeitig kümmerte er sich auch noch um die zwei Söhne seines vor kurzem verstorbenen Cousins. Die beiden Jungen waren damals beide jünger als 10 Jahre alt, wohnten bei ihm und waren auf seine Unterstützung angewiesen.

Gabriel und seine beiden jüngeren Verwandten schlugen sich mehr schlecht als recht durch, sie überlebten dank der Hilfe von Nachbarn und dem Wenigen, das sie selbst anbauten. Dann wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderfamilienprojektes auf sie aufmerksam und unterstützten sie, wo es nur ging. Sie bekamen landwirtschaftliche Beratung und eine Krankenversicherung, ihre Schulgebühren wurden übernommen und eine feste psychologische Betreuung stand ihnen zur Seite. Nach und nach konnten die drei Jungs sich so selbst ein besseres Leben aufbauen.

Gabriel berichtet Aktion Tagwerk Referentin Katrin von seinem Leben

Gabriel schloss 2012 die Sekundarschule ab, vergleichbar mit dem Abitur in Deutschland. Seit 2014 arbeitet er als Manager bei Capital Express Coaches, einem großen Busunternehmen in Ruanda. Er hat ein gutes, regelmäßiges Einkommen und steht fest im Leben. Im August 2019 heiratete er und gründet nun seine eigene Familie.

Die beiden Söhne seines Cousins leben inzwischen beide in Kigali. Einer der beiden konnte dank der Unterstützung von Aktion Tagwerk eine Ausbildung zum Mechaniker machen und arbeitet nun als LKW-Fahrer.

Rückblickend, so Gabriel, war die wichtigste Unterstützung, die Aktion Tagwerk ihm geben konnte, die Finanzierung seiner Bildung. Denn ohne Schulbildung wäre er heute nicht da, wo er ist. Er ist dankbar für alles, was ihm ermöglicht wurde und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Gabriel hat es geschafft, der Armut zu entkommen. Aktion Tagwerk setzt sich zusammen mit Human Help Network und der lokalen Partnerorganisation STRIVE weiter unermüdlich dafür ein, dass noch viele andere Kinder und Jugendliche, die in Ruanda ohne ihre Eltern aufwachsen müssen, eine Chance auf ein gutes Leben erhalten.

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Katrin Dörrie

Als Referentin für Globales Lernen kümmert sich Katrin Dörrie um die Vermittlungen der neuesten Informationen aus den unterstützten Projektländern und Projekten. Unter anderem ist sie für die Inhalte des Aktion Tagwerk-Blogs verantwortlich.

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