Jugend- und Ausbildungszentrum Kamuli

Für Human Help Network/ Aktion Tagwerk ist das Projekt noch relativ neu. 2014 wurde zum ersten Mal ein Teil des Erlöses von „Dein Tag für Afrika“ hier eingesetzt. Unser Projektpartner, die Salesianer Don Boscos, ist in der Region bereits seit 1995 aktiv.

Ein Fokus der Jugendarbeit in Kamuli liegt auf Mädchen und jungen Frauen. In der traditionellen Kultur des ländlichen Distriktes Kamuli werden sie nicht dazu ermutigt sich fortzubilden. Ihre Rolle besteht darin, zunächst ihre Geschwister und später ihre eigenen Kinder zu versorgen. Viele Mädchen werden sehr früh verheiratet. Auch Polygamie kommt in der Region häufig vor. Im Jugend- und Ausbildungszentrum Kamuli wünscht man sich, die Mädchen stark zu machen. Sie sollen Bildung bekommen um finanziell unabhängig werden zu können. Außerdem sollen die zahlreichen anderen Angebote des Zentrums, z.B. Sportwettbewerbe, ihnen dabei helfen, Selbstbewusstsein und gleichzeitig Teamgeist zu entwickeln.


An wen richtet sich das Projekt?

Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche jeden Alters. Die Region, in die das Zentrum gebettet ist, ist arm und verhältnismäßig wenig entwickelt. Es ist keine große Stadt und keine Sehenswürdigkeit in der Nähe, die die Regierung oder ausländische Investoren dazu motivieren würden, hier etwas zu tun. Es gibt wenig Bildungs- und keinerlei kostenlose Freizeitangebote, wie die der Salesianer, in der Umgebung.

 

Was wurde im Projekt bislang erreicht?

  • Bau von Klassenräumen, Gemeinschaftshaus, Internat, Küche, Sportplatz, Werkstätten, Mehrzweckhalle, Wohnmöglichkeit für einige Lehrer, Bibliothek (mit Beitrag von AT), Biogas-Anlage
  • Das Zentrum betreibt viel Gemeinwesenarbeit:
    So gibt es z.B. eine Blaskapelle (Brass Band), an der viele Kinder und Jugendliche aus der gesamten Umgebung teilhaben. Insgesamt hat die Band etwa 80 Mitglieder – der harte Kern probt fünfmal pro Woche.
    20 Jungen trainieren regelmäßig in der Akrobaten-Gruppe
    300 Jungen und 40 Mädchen nehmen regelmäßig an den anderen Sportaktivitäten des Zentrums teil, viele weitere unregelmäßig
  • Es werden handwerkliche Ausbildungen angeboten.
  • Ein großer Fokus der Jugendarbeit in Kamuli liegt auf Mädchen und jungen Frauen. In der traditionellen Kultur des ländlichen Distriktes Kamuli (Königreich Busoga) werden sie nicht zu Bildung ermutigt. Ihre Rolle besteht darin, zunächst ihre Geschwister zu versorgen und, oft sehr früh schon, ihre eigenen Kinder. Viele werden vor der Volljährigkeit verheiratet. Auch Polygamie kommt in der Region häufig vor. Im Jugendzentrum Kamuli wünscht man sich, die Mädchen stark zu machen. Sie sollen Bildung bekommen, eine Möglichkeit, finanziell unabhängig zu werden. Außerdem sollen die zahlreichen anderen Angebote des Zentrums, z.B. Sportwettbewerbe, ihnen helfen, Selbstbewusstsein und gleichzeitig Teamgeist zu entwickeln.

Wie viel Geld aus der Kampagne 2017 ist in das Projekt geflossen, und wofür?

48.200,- € wurden dem Zentrum als allgemeine Unterstützung zur Verfügung gestellt, zur Aufrechterhaltung der regelmäßigen Aktivitäten (s.o.). und zur speziellen Förderung der Mädchen. So wurde bspw. eine Sozialarbeiterin eingestellt, die sich speziell um die Belange der Mädchen kümmern soll. Durch gezielte Sozialarbeit in den umliegenden Dörfern sowie Stipendien sollen zudem auch weitere Mädchen gestärkt und gefördert werden.
Zusätzlich fielen 49.000,- € zugunsten des Aufbaus der German Garage of Kamuli, eine Autolehrwerkstatt, an. Die Garage wurde im Juni 2017 eröffnet.

 

Wie viel Geld aus der Kampagne 2018 wird voraussichtlich in das Projekt fließen, und wofür?

88.443,- €, die sich auf die Bereiche Aufrechterhaltung der regelmäßigen Aktivitäten, die Mädchenförderprogramme, den Neubau eines Raumes für die Blaskapelle sowie die Inbetriebnahme und Ausbau der German Garage of Kamuli verteilen

 

Wieviele Kinder und Jugendliche werden im Projekt betreut?

Insgesamt profitieren von dem Zentrum etwa 800 Kinder und Jugendliche.

Im Internat leben 130 Jungen. Das Mädcheninternat beherbergt derzeit ca. 100 Mädchen. Während der Ferien wohnen die Jugendlichen bei ihren Familien.

 

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es für die Jugendlichen im Projekt?

Es werden im Jugendzentrum verschiedene Ausbildungen angeboten, deren Handwerk in Uganda sehr gefragt sind. Die Ausbildungen setzen jeweils unterschiedliche Schulabschlüsse voraus und dauern zwei Jahre.

Qualifizierte zweijährige Kurse (für diejenigen, die die Schule bis zur 4. Klasse der Sekundarschule besucht haben; sie können nach der Ausbildung, außerhalb des Zentrums, auch Aufbaukurse oder gar ein Studium aufnehmen):
Schreinerei, Maurern, Elektrik, Friseurhandwerk, Schweißen, KFZ-Mechanik, Klempnerei, Schneiderei, Landwirtschaft, Catering (Hotel/ Restaurant), Business Management und Buchhaltung.

Zweijährige Kurse für Schulabbrecher:
Schweißen, Schreinerei, Schneiderei, Maurern, KFZ-Mechanik, Friseurhandwerk und Computertechnik

Welche weiteren Veränderungen und Ergänzungen sind für das Projekt geplant?

Seit Frühjahr 2016 werden in den umliegenden Dörfern durch gezielte Sozialarbeit Mädchen und junge Frauen gestärkt. Sie haben zudem die Möglichkeit durch Ausbildungsstipendien gefördert zu werden.

Außerdem betreibt Human Help Network seit Juni 2017 die neu gebaute Autolehrwerkstatt, um die Aktivitäten im Bereich berufliche Bildung, speziell handwerkliche Ausbildung in Kamuli auszuweiten und ein Einkommen schaffendes Projekt zu generieren.

Ein Sozialarbeiter von Human Help Network betreut diese Projektaktivitäten seit März 2016 vor Ort.

 

Was ist das Ziel des Projekts?

Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in dieser abgelegenen, armen Gegend Ugandas soll eine Chance gegeben werden, sich selbst und ihre Umgebung zu entwickeln. Sie sollen sich und ihre Familie einmal selbst ernähren können und mit einem starken Selbstbewusstsein in die Zukunft blicken – besonders die Mädchen.


Lage des Projekts:



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Die Anmeldung

Mit dem Rückmeldebogen melden Sie Ihre ganze Schule, einzelne Jahrgangsstufen oder Klassen für eine Teilnahme an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ an. In welcher Form Ihre Schule teilnimmt, bestimmen Sie selbst – genauso, wann Sie Ihren Aktionstag durchführen.

Tragen Sie bitte alles entsprechend auf dem Rückmeldebogen ein und lassen Sie uns diesen einfach per Email, Fax oder per Post zukommen. Mit dem Rückmeldebogen können Sie auch kostenlos die benötigten Teilnahme- und Kampagnenmaterialien bestellen.

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