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Projektschwerpunkt 1: Zukunft säen: Ökologische Landwirtschaft zur Ernährungssicherung in Ruanda & Uganda
Mit dem Kampagnenthema „Ernährung sichern und Hunger beenden“ rückt die entwicklungspolitische Schulkampagne „Aktion Tagwerk – Dein Einsatz zeigt Wirkung“ im Jahr 2026 eines der drängendsten globalen Probleme in den Mittelpunkt: den weltweiten Hunger. Ein zentraler Baustein der Kampagne ist der Projektschwerpunkt „Zukunft säen: Ökologische Landwirtschaft“, der in Ruanda und Uganda umgesetzt wird.
Hunger und Klimakrise: eine wachsende Herausforderung
Die Ernährungssituation in Ruanda und Uganda ist ernst. In Uganda gelten laut Global Hunger Index 2024 rund 36,9 % der Bevölkerung als unterernährt – etwa 18 Millionen Menschen. Auch in Ruanda sind 31,4 % der Bevölkerung betroffen. Besonders ländliche Regionen leiden unter den Folgen des Klimawandels: unregelmäßige Regenzeiten, Dürren, Überschwemmungen und Bodenerosion führen zu Ernteausfällen und gefährden die Lebensgrundlagen von Millionen Kleinbäuer:innen.
Gerade diese Kleinbäuer:innen spielen jedoch eine Schlüsselrolle für die Ernährungssicherheit. Sie produzieren den Großteil der lokalen Nahrungsmittel, verfügen aber oft über wenig Ressourcen, Wissen und Möglichkeiten, sich an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.
Ökologische Landwirtschaft als Teil der Lösung
Hier setzt der Projektschwerpunkt „Zukunft säen“ an. Gemeinsam mit dem Projektpartner HUMAN HELP NETWORK e.V. (HHN) fördert die Aktion Tagwerk gezielt ökologische, klimaangepasste Landwirtschaft in ländlichen Regionen Ruandas und Ugandas. Ziel ist es, die lokale Nahrungsmittelproduktion nachhaltig zu stärken und die Ernährungssituation, insbesondere von Kindern, langfristig zu verbessern.
Im Fokus stehen praxisnahe Schulungen für Kleinbäuer:innen, unter anderem zu umweltfreundlichen Anbaumethoden, Kompostierung und Bodenverbesserung, Einsatz von tierischem Dünger und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Ergänzend werden Nutztiere vergeben, die nicht nur zur Ernährung beitragen, sondern auch Einkommen sichern und die landwirtschaftlichen Erträge steigern. So entstehen stabile, lokale Ernährungssysteme, die weniger abhängig von externen Inputs sind und besser auf Klimaveränderungen reagieren können.
Wirkung, die messbar und erlebbar ist
Rund 1.900 Kinder in den Tagwerk-Projekten in Ruanda und Uganda sowie ihre Sorgeverantwortlichen profitieren direkt von diesem Projektschwerpunkt. Die Wirkung wird dabei bewusst sichtbar gemacht: durch messbare Indikatoren wie die Anzahl von Schulungen, Kompostgruben oder Nutztieren, aber auch durch Geschichten und Stimmen aus den Projektregionen.
Diese Transparenz ist Teil der sogenannten „Wirkungsreise“ der Kampagne. Sie zeigt Schüler:innen, was ihr Engagement bewirkt – vom ersten Einsatz bis zu den konkreten Veränderungen vor Ort. So wird globale Solidarität greifbar und Lernen mit Handeln verbunden.
Beitrag zu globaler Gerechtigkeit
Der Projektschwerpunkt „Zukunft säen“ leistet einen direkten Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsziel 2: Kein Hunger. Er stärkt Kleinbäuer:innen, schützt natürliche Ressourcen und fördert eine nachhaltige, gerechte Ernährungssicherung. Besonders Frauen und Familien, die häufig die Hauptverantwortung für Ernährung tragen, werden in ihrer Selbstbestimmung gestärkt.
Durch Jobben, Spendenläufe oder kreative Aktionen ermöglichen Schüler:innen in Deutschland konkrete Veränderungen in Ruanda und Uganda. Ihr Einsatz hilft dabei, nicht nur kurzfristig Hunger zu lindern, sondern langfristig Perspektiven zu schaffen.
Zukunft säen heißt Verantwortung übernehmen.
Weitere Informationen zum Projektschwerpunkt
Projektschwerpunkt „Zukunft säen“
