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2021 Pilzzucht Amahoro, Tumba

© Human Help Network e.V., Mainz

Verbesserung der Ernährungssituation für Frauenkooperativen durch Pilzzucht

10. November 2021
Stiftung Tagwerk-Projekte
von Kristin Haas-Heichen

Mitte dieses Jahres haben die von der Stiftung Tagwerk im Süden Ruandas unterstützten Frauenkooperativen „Amahoro“ und „Tumba“ mit dem Aufbau einer Pilzzucht begonnen. Begleitet werden sie dabei von unserer lokalen Partnerorganisation Strive Foundation Rwanda (SFR). Ziel des Projekts ist es, die Ernährungssituation der dort lebenden Frauen und Kinder zu verbessern.

Mit der Anzucht von Pilzen hatten die Frauen beider Kooperativen bislang noch keine Erfahrung. Amahoro hat sich in erster Linie auf Fischzucht und Tumba auf die Produktion von Backsteinziegeln spezialisiert. Mit dem Verkauf ihrer Produkte können die Frauen ihren Lebensunterhalt zwar bestreiten, eine ausreichende und gesunde Versorgung mit Nahrungsmitteln ist aber nicht immer gewährleistet.

Strive Foundation Rwanda, unsere Partnerorganisation vor Ort, hat die Frauen daher zu einem neuen Projekt ermutigt und sie beim Aufbau einer eigenen Pilzzucht unterstützt. Für jede Kooperative wurden 200 Setzlinge angeschafft. Anleitung und Beratung für die Anzucht erhielten die Frauen von den Strive-Mitarbeiter:innen. Es wurden kleine Gewächshäuser aus Holz und Bambus errichtet, in denen die Pilze inzwischen erfolgreich gezüchtet werden.

Der Anbau von Pilzen hat verschiedene Vorzüge: Sie wachsen schnell, selbst auf weniger gutem Boden, und brauchen wenig Platz. Hinzukommt, dass sie im Verhältnis zu anderen Feldfrüchten wie Kartoffeln, Hirse oder Mais schneller und öfter geerntet werden können, somit auch schneller ein Ernteertrag erzielt werden kann. Besonders wichtig aber: Pilze sind reich an Vitaminen und Nährstoffen, das heißt, sie tragen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung bei.

Das neue Projekt ist in beiden Kooperativen gut angelaufen. Die Pilzzucht bietet den Frauen und ihren Familien eine zusätzliche Ernährungssicherheit, die hilft Hunger und Mangelernährung entgegenzuwirken. Darüber hinaus können die Frauen bei guter Ernte das, was nicht selbst verzehrt wird, verkaufen und das verdiente Geld für spätere größere Investitionen zurücklegen.