Aktuelles

„Wir entscheiden gemeinsam“ – Frauen in Ruanda gestalten ihre Zukunft selbst

15. April 2026
Stimmen aus den Projekten
von Laura Pröfrock

„Entscheidungen werden demokratisch getroffen. Jede Stimme zählt.“
– Delphine, Kooperativenleitung

Gemeinschaft als Prinzip

Die Kooperative funktioniert nach einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Was alle betrifft, entscheiden alle gemeinsam. Ob Anbauplanung, Aufgabenverteilung oder neue Ideen, jede hat eine Stimme.

Angebaut werden Kohl, Tomaten, Karotten und Rote Beete. Gerade beschäftigen sie sich mit dem Jäten und Bewässern der Kohlpflanzen: Alltagsarbeit, die Konzentration und Körperkraft erfordert, aber auch Gemeinschaft schafft.

„Der Dung der Tiere stärkt auf natürliche Weise die Fruchtbarkeit unserer Felder.“
– Clodine, Kooperativenmitglied

Wenn Tiere die Ernte retten

Ein zentrales Element ihrer nachhaltigen Wirtschaftsweise ist die Tierhaltung. Die Kooperative hält Kleintiere und nutzt deren Dung als organischen Dünger. Was einfach klingt, hat enorme Auswirkungen: Die Felder werden fruchtbarer, die Erträge steigen erheblich.

Ergänzt wird dies durch Fischzucht, ein weiterer Baustein, der Ernährungssicherheit und wirtschaftliche Unabhängigkeit stärkt. Die Kombination aus Gemüseanbau, Tierhaltung und Fischzucht macht die Kooperative widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen und Marktpreisschwankungen.

Wissen kommt von hier

Zu oft werden Gemeinschaften im Globalen Süden ausschließlich als Empfänger:innen beschrieben. Diese Reihe verschiebt den Blick. Die Frauen der Kooperative sind Expertinnen – für ihre Landwirtschaft und für ihre Gemeinschaft.

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Wie diese Arbeit unterstützt wird

Gemeinsam mit dem Partner HUMAN HELP NETWORK e.V. (HHN) stärkt die Aktion Tagwerk solidarische Kooperativen in Ruanda und Uganda – unter dem Thema „Ernährung sichern und Hunger beenden.“

Die Kooperativen erhalten Trainings zu ökologischen Wirtschaftsweisen und gemeinschaftlicher Organisation sowie Startkapital für einkommensschaffende Aktivitäten. Ziel ist, die Anzahl vollwertiger Mahlzeiten pro Kind und Tag nachhaltig zu steigern.

Mehr als 1.100 Kinder in Ruanda und Uganda werden direkt gestärkt. Das Projekt leistet Beiträge zu den UN-Nachhaltigkeitszielen:

  • Ziel 1 (Keine Armut)
  • Ziel 2 (Kein Hunger)
  • Ziel 3 (Gesundheit und Wohlergehen)
  • Ziel 10 (Weniger Ungleichheiten)