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Projektschwerpunkt 2: Gemeinsam gegen Hunger: Solidarische Kooperativen in Ruanda & Uganda stärken

29. Januar 2026
Tagwerk-Projekte
von Laura Pröfrock

Ernährungssicherheit braucht Gemeinschaft

In vielen ländlichen Regionen Ruandas und Ugandas ist die Ernährungssituation eng mit der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität der Gemeinschaften verknüpft. Familien verfügen häufig nur über begrenzte finanzielle Mittel, unsichere Einkommensquellen und wenig strukturelle Unterstützung, um ihre Ernährung langfristig zu sichern. Gleichzeitig verschärfen Klimaveränderungen, steigende Lebensmittelpreise und soziale Unsicherheiten die Situation, besonders für Kinder.

Hier setzt der Projektschwerpunkt „Gemeinsam gegen Hunger“ an. Denn nachhaltige Ernährungssicherheit entsteht dort, wo Menschen gemeinsam handeln, Verantwortung teilen und lokale Lösungen entwickeln.

Solidarische Kooperativen als Schlüssel zur Veränderung

Gemeinsam mit dem Projektpartner HUMAN HELP NETWORK e.V. (HHN) fördert die Aktion Tagwerk solidarische Kooperativen in Ruanda und Uganda. Diese gemeinschaftlich organisierten Strukturen stärken die lokale Wirtschaft, fördern sozialen Zusammenhalt und schaffen neue Einkommensmöglichkeiten, mit direkter Wirkung auf die Ernährungssituation von Kindern und ihren Familien.

Die Kooperativen erhalten gezielte Trainings zu ökologischen Wirtschaftsweisen, gemeinschaftlicher Organisation und unternehmerischen Grundlagen. Zusätzlich wird Startkapital bereitgestellt, mit dem einkommensschaffende Aktivitäten aufgebaut oder erweitert werden können. So verbessern die Mitglieder ihre wirtschaftliche Lage, und die Anzahl vollwertiger Mahlzeiten pro Kind und Tag steigt nachhaltig.

Ergänzend haben einzelne Kooperativenmitglieder die Möglichkeit, ein individuelles Coaching zur Ertragssteigerung ihrer heimischen Landwirtschaft zu erhalten. Dadurch werden vorhandene Ressourcen besser genutzt und lokale Wertschöpfung gestärkt.

Stabilität in Zeiten des Wandels

Gerade in Zeiten zunehmender Unsicherheit – ausgelöst durch Klimakrisen, wirtschaftliche Schwankungen oder soziale Spannungen – sind solidarische Kooperativen ein wichtiger Anker. Sie fördern gegenseitige Unterstützung, stärken Eigeninitiative und erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften gegenüber äußeren Herausforderungen.

Das Projekt wirkt dabei nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial: Gemeinschaftliches Arbeiten stärkt das Vertrauen untereinander, schafft Perspektiven und gibt Familien mehr Sicherheit. Besonders für Kinder bedeutet das regelmäßige Mahlzeiten, bessere Entwicklungs- und Bildungschancen sowie ein stabileres Umfeld.

Wirkung, die messbar und erlebbar ist

Rund 1.100 Kinder in den Tagwerk-Projekten in Ruanda und Uganda sowie ihre Sorgeverantwortlichen profitieren direkt von diesem Projektschwerpunkt. Die Wirkung zeigt sich in klaren Indikatoren: gestärkte Kooperativen, verbesserte Einkommenssituationen, mehr und gesündere Mahlzeiten für Kinder sowie ein gestärkter sozialer Zusammenhalt in den Gemeinden.

Im Rahmen der „Wirkungsreise“ von Aktion Tagwerk werden diese Veränderungen sichtbar gemacht – durch Zahlen, Berichte und Stimmen aus den Projektregionen. So erleben Schüler:innen konkret, was ihr Engagement bewirkt.

Beitrag zu globaler Gerechtigkeit

Der Projektschwerpunkt „Gemeinsam gegen Hunger“ leistet einen wichtigen Beitrag zu mehreren UN-Nachhaltigkeitszielen, insbesondere Ziel 2: Kein Hunger, aber auch Ziel 1: Keine Armut, Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen und Ziel 10: Weniger Ungleichheiten.

Durch Jobben, Spendenläufe oder kreative Aktionen ermöglichen Schüler:innen in Deutschland konkrete Maßnahmen vor Ort. Ihr Einsatz stärkt solidarisches Wirtschaften, fördert lokale Selbstorganisation und schafft langfristige Perspektiven für Familien in Ruanda und Uganda.

Gemeinsam gegen Hunger heißt: Verantwortung teilen und Zukunft gemeinsam gestalten.

Weitere Informationen zum Projektschwerpunkt

Projektschwerpunkt „Hunger beenden“

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