Ausbildungszentrum Gatenga

Mitten in Kigali, der ruandischen Hauptstadt, liegt das Jugend- und Ausbildungszentrum „Centre des Jeunes de Gatenga“. In diesem Zentrum werden derzeit über 1.000 Kinder und Jugendliche betreut. Circa 60 von ihnen leben im Internat vor Ort und etwa 170 Jugendliche machen dort ihre Ausbildung. Projektträger ist der katholische Orden der Salesianer Don Boscos. Projektleiter ist Pater Innocent Gatete.

Vorstellung der Aktivitäten des Jugend- und Ausbildungszentrums

Bei den Salesianern gibt es das Projekt seit 1954. Human Help Network (HHN) unterstützt es seit 1994 (Wiederaufbau nach dem Genozid), Aktion Tagwerk (AT) seit 2003.

Das Zentrum verfügt über folgende Angebote:

  • Berufsausbildung auf dem Gelände
  • Technischer Sekundarschulabschluss (TSS, 3 Jahre): Bau, Elektrik
  • Ausbildungsberufe (VTC, 1 Jahr): Schweißen, Kochen/ Landwirtschaft, Klempnerei, Maurern, Schreinerei
  • Das Prinzip der Salesianer-Zentren schließt auch eine eigene Landwirtschaft ein. Das hilft bei der Versorgung des Zentrums mit Lebensmitteln. Außerdem arbeiten manche Jugendliche gelegentlich samstags auf den Feldern, anstatt Schulgebühren zu zahlen. So können sich auch extrem arme Jugendliche die Ausbildung ermöglichen.
  • Es gibt auch ein Internat: 110 Plätze, speziell für Jugendliche, deren Familien extrem arm sind, und die zu Hause nicht leben können: sowohl Auszubildende des Zentrums, als auch ehemalige Straßenkinder, die mit Hilfe der Salesianer externe Schulen besuchen.
  • Sportangebot für Kinder/Jugendliche jeden Alters: Akrobaten-Gruppe, Hand-, Volley-, Basket- und Fußball, Karate, Athletik, auch freie Nutzung des großen (von HHN finanzierten) Sportplatzes
  • Kulturangebot für Kinder/Jugendliche jeden Alters: Theater-, Trommel-, Tanzgruppe (traditionell & modern) und Orchester/Band
  • Außerdem Veranstaltungen zur Friedens- und Versöhnungsarbeit

Ruanda_Gatenga_Centre des Jeunes     Ruanda_Gatenga_2016_Schweißer

 

Wie viel Geld aus der Kampagne 2018 ist in das Projekt geflossen, und wofür?

25.500 € für Nahrungsmittel und andere laufende Kosten sowie für das Gehalt der Buchhalterin, einer ehemaligen HHN-Mitarbeiterin. Essen für die Kinder im Internat ist jedes Jahr wieder eine wichtige Maßnahme, die AT/HHN in diesem Zentrum finanzieren. Aber auch die laufenden Kosten des Zentrums müssen gedeckt werden. Ohne die nötige Infrastruktur können die wichtigen Angebote für Kinder und Jugendliche nicht aufrechterhalten werden. Darum floss auch in diesen Bereich ein Teil der Unterstützung. Auch Gehaltskosten zählen hierzu.

Wie viel Geld aus der Kampagne 2019 wird voraussichtlich in das Projekt fließen?

25.500 € für denselben Verwendungszweck wie 2018.

 

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Mit ihrer Arbeit wollen die Salesianer die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven bedürftiger Kinder und Jugendlicher verbessern, Armut bekämpfen und für Chancengleichheit sorgen.
Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche jeden Alters, größtenteils aus dem angrenzenden Stadtteil Gatenga, der sehr arm ist.
Ihr Bildungsstand ist unterschiedlich. Darunter sind auch Straßenkinder, die von weiter her kommen und im Internat aufgenommen werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zentrum setzen sich dafür ein, die Kinder und Jugendlichen in einen geregelten Schul- und Freizeitalltag einzubinden. Die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen, eröffnet diesen jungen Menschen einen Start in ein eigenständiges Leben.

Ruanda_Gatenga_2016_Wasserstelle     Ruanda_Gatenga_2016_Sportplatz

 

Wie entwickelt sich das Projekt?

Das Projekt wird sehr gut angenommen. Viele Jugendliche, die hier eine Ausbildung abgeschlossen haben, arbeiten nun im erlernten Bereich, z.B. in den Küchen großer Hotels oder schicker Restaurants in Kigali. Die ruandischen Behörden schätzen das Zentrum, das eines der größten Ausbildungszentren im Land ist und darüber hinaus ein einmaliges Angebot an kostenlosen Freizeitaktivitäten anbietet.

Die Salesianer leiten das Projekt prinzipiell selbständig. Doch auch die ruandische Regierung hat einen wachsenden Einfluss. Sie sorgt dafür, dass die Ausbildungen fast jährlich umstrukturiert wurden. Sie wurden schrittweise immer weiter verkürzt und praktischer ausgerichtet, damit die Jugendlichen schneller auf den Arbeitsmarkt kommen. Ruanda braucht dringend Handwerker. Zurzeit werden viele aus den Nachbarländern, vor allem Kenia, Uganda und Tansania, geholt. Gleichzeitig ist neuerdings die Mindestanforderung, um eine Ausbildung machen zu können, 9 Jahre Schulbildung. Die Salesianer hatten zuvor kürzere Ausbildungen mit begleitenden Alphabetisierungskursen für Schulabbrecher und parallel dazu drei- bis vierjährige qualifizierte Ausbildungen angeboten. Der durch die Regierung erzwungenen Reduzierung der Attraktivität und Qualität ihrer Ausbildungsangebote und dem damit einhergehenden Rückgang an Auszubildenden versuchen sie zu begegnen, indem sie seit 2015 auch einen technischen Sekundarschulabschluss anbieten. Auch hoffen sie, dass die strenge Gesetzgebung bald wieder gelockert wird und ihnen mehr Freiheiten für bessere Angebote einräumt.


Lage des Projekts:

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Die Anmeldung

Mit dem Rückmeldebogen melden Sie Ihre ganze Schule, einzelne Jahrgangsstufen oder Klassen für eine Teilnahme an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ an. In welcher Form Ihre Schule teilnimmt, bestimmen Sie selbst – genauso, wann Sie Ihren Aktionstag durchführen.

Tragen Sie bitte alles entsprechend auf dem Rückmeldebogen ein und lassen Sie uns diesen einfach per Email, Fax oder per Post zukommen. Mit dem Rückmeldebogen können Sie auch kostenlos die benötigten Teilnahme- und Kampagnenmaterialien bestellen.

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