Stiftung Tagwerk-Projekte
Zurück zur Projektübersicht

Schulbauprogramm Ruanda

Ruanda , Westprovinz, Nordprovinz, Ostprovinz, Südprovinz,
Provinz Kigali
Karte Schulbauprogramm

Während der letzten 22 Jahre konnten im Rahmen einer intensiven Partnerschaft 29 Schulen von der Stiftung Tagwerk, Human Help Network e.V. und dem Land Rheinland-Pfalz finanziert und gebaut werden.

Die erste Schule wurde 1999 in der Nordprovinz Ruandas eröffnet, heute finden sich in allen fünf Provinzen des Landes im Rahmen der Partnerschaft finanzierte Schulen.

2020 wurde die vorerst letzte Grundschule in Ruanda finanziert. Die meisten der Schulen befinden sich in ländlichen Regionen des Landes. Unter ihnen sind auch Ausbildungszentren, in denen Jugendliche eine qualifizierte Berufsausbildung absolvieren können.

Groupe Scolaire Karwasa

© Human Help Network e.V., Mainz

Viele der Schulen wurden ursprünglich als Primarschulen errichtet und wurden zunächst von Schüler:innen der 1. bis 6. Klasse besucht. Im Laufe der Jahre wurde ein Teil dieser Schulen zu Sekundarschulen erweitert, sodass auch der Schulbesuch bis zur 12. Klasse möglich ist.

Seit 2009 ist der Primarschulbesuch in Ruanda schulgeldfrei und seit 2012 auch die Sekundarstufe bis zur Klassenstufe 12. Abgedeckt sind allerdings nicht die Schuluniformen, Hefte, Stifte oder gegebenenfalls anfallende Fahrtkosten.

Groupe Scolaire Rukamira

© Human Help Network e.V., Mainz

So läuft das Projekt ab

Trotz beständiger Fortschritte an vielen Schulen fallen zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs immer wieder Kosten an.

So müssen beispielsweise die Gebäude instand gehalten und die Strom- und Wasserversorgung abgedeckt werden. Darüber hinaus werden dringend benötigte Anschaffungen von Lernmaterialien wie Tafeln, Schulbücher, Schuluniformen, Hefte und Stifte finanziert.

VTC Masaka

© Human Help Network e.V., Mainz

Familien im ländlichen Bereich können oftmals das notwendige Geld für die Schulspeisungen nicht aufbringen, die Kinder müssen den Schulalltag oft ohne Nahrung verbringen.

Um die Versorgung der Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien mit Essen aus schuleigenem Anbau zu ermöglichen, werden daher das Anlegen und die Pflege von Schulgärten gefördert. Unterstützt werden die Schulen dabei von Mitarbeiter:innen des lokalen Partners der Strive Foundation Rwanda.

Zu den einzelnen Schulen und Ausbildungszentren

ZIEL DES PROJEKTS

Das Schulbauprojekt trägt dazu bei, Kindern und Jugendlichen in Ruanda Bildung zu ermöglich. Es ist ein fester Bestandteil der Arbeit der Stiftung Tagwerk, um eine dauerhafte Verbesserung der Bildungssituation im Land zu erzielen.

Die Projektarbeit der Stiftung Tagwerk orientiert sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.

So werden die Sustainable Development Goals (SDGs) im Projekt umgesetzt

1 Keine Armut

SDG 1

Das langfristige Ziel des Projekts ist, die Lebensumstände der Kinder und Jugendlichen so zu verbessern, dass sie ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ohne Not führen können. Durch das Angebot von Bildung werden ihnen Wege aufgezeigt, Armut langfristig zu überwinden.

2 Kein Hunger

SDG 2

Ein Teil der Schulen betreibt einen schuleigenen Garten, hier bauen die Schüler:innen Obst und Gemüse an. So können sie sich ausgewogen ernähren und lernen, sich selbst zu versorgen.

4 Hochwertige Bildung

SDG 4

Besonders in den ländlichen Regionen des Landes hat der Bau von Schulen dazu beigetragen, dass mehr Kinder und Jugendliche eine Chance auf Bildung erhalten.

6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

SDG 6

Für eine sichere Versorgung mit sauberem Trinkwasser wurden an den Schulen Wassertanks oder Regenwasserzisternen installiert. Außerdem wurden in einem Teil der Schulen Toiletten mit Wasserspülung errichtet.

10 Weniger Ungleichheiten

SDG 10

Die Bildungsangebote in Ruandas Städten sind deutlich besser als in den strukturschwachen ländlichen Regionen. Die Schulbauten ermöglichen Kindern und Jugendlichen auf dem Land den Zugang zu Bildung und tragen somit dazu bei, das Stadt-Land-Gefälle zu mindern.

„In Abstimmung mit den Behörden knüpfen wir stetig ein engeres Netz an Schulen, denn die Einzugsgebiete der vorhandenen Schulen sind riesig. Oft über 10 Kilometer muss ein Kind laufen, bis es dort ist. Durch die bisher 29 Schulbauten konnten wir in vielen Sektoren den Schulweg teilweise erheblich verkürzen.“

Ewald Dietrich, Gründer von Human Help Network e.V.